Das Jahr 2020 sollte für die Branchenmesse expo PetroTrans ein ganz besonderes werden – allerdings auf eine andere Weise, als es die Corona-Realität aufgezwungen hat. Erstmals war angesichts der Trends im Energiemarkt die expo GasTrans als „Messe in der Messe“ geplant, die der in der Branche bekannten und beliebten expo PetroTrans ein weiteres starkes Element hinzufügen sollte. Und erstmals arbeiten in diesem Jahr drei Veranstalter an dem nun erweiterten Messekonzept: die bisherigen – AVR und planetfair – und als neuer Partner im Bunde die Leipziger Messe. Doch das, was in diesem Jahr begonnen hat, wird auch durch Corona nicht verhindert, denn schon heute wird mit Blick auf die Veranstaltung im Herbst 2022 gearbeitet.

„Wir verstärken damit unsere Möglichkeiten die Potenziale der Messe optimal weiterzuentwickeln“, sind sich die drei Geschäftsführer Thomas Klocke (AVR), Ingo Klöver (planetfair) und Markus Geisenberger (Leipziger Messe) einig. Gerade für den Ausbau der internationalen Positionierung des künftigen Messeduos aus expo PetroTrans und expo GasTrans bietet die Leipziger Messe ein weitverzweigtes Netzwerk und besitzt genau die Expertise, solche spezialisierten Veranstaltungen voranzutreiben und zu erlebnisreichen, informativen Events für Besucher aus vielen Ländern zu machen, ist Markus Geisenberger überzeugt.

„Im engen Austausch mit den Branchenfachleuten, die im Ausstellerbeirat der expo PetroTrans vertreten sind, war man hierzu schon auf bestem Wege. Corona hat den Prozess zwar zunächst gestoppt, doch wir haben nicht aufgehört, an dem Projekt zu arbeiten“, sagt Thomas Klocke und sein Kollege Ingo Klöver ergänzt: „Sicher haben die Unternehmen der Branche jetzt erstmal andere Sorgen. Doch sobald Corona nicht mehr das alles bestimmende Thema ist, werden wir wieder mit neuer Kraft durchstarten und gehen dann gut gerüstet in die Vorbereitung der nächsten Messe.“

Dabei sind sich die Messeprofis auch einig, dass es wenig bringt, die Ruhe zu verlieren. Daher wurde die expo PetroTrans auch konsequent auf den Herbst 2022 verlegt.

Das hat mehrere Vorteile: Bis dahin ist genug Zeit, die Auswirkungen der Pandemie auf das Wirtschaftsleben und die Branche zu analysieren und das Messekonzept darauf einzustellen. Auch lassen sich bis dahin viele neue Erfahrungen mit digitalen Messeformaten sammeln, mit denen künftig der Erlebniswert der Veranstaltungen zusätzlich gesteigert werden kann.

Für Ingo Klöver ist zudem wichtig, dass mit dem neuen Termin 2022 der bewährte Zwei-Jahres-Turnus jeweils im Herbst der geraden Jahre erhalten bleibt. „Wir haben in Absprache mit dem Ausstellerbeirat entschieden, nicht in das erfolgreiche Running System einzugreifen und somit keine Terminänderung vorzunehmen. So fällt die expo PetroTrans ‚nur‘ einmal aus und Bewährtes bleibt erhalten. Langfristige Planungssicherheit und der globale Veranstaltungskalender der Branche waren weitere Beweggründe. Hätten wir die Messe in das Jahr 2021 verlegt, wäre ein folgender Turnuswechsel in die ungeraden Jahre unvermeidlich gewesen“, so seine Einschätzung.

Thomas Klocke ist zuversichtlich, dass an die bisherige erfolgreiche Arbeit nahtlos angeknüpft werden kann. „Corona hat an der Verbindung der beiden Cluster Mineralöl und Gas nichts verändert. Wir waren auf einem sehr guten Weg und hatten schon wichtige Aussteller sowie interessante Exponate an Bord. So war die expo PetroTrans ohnehin bis zum Einsetzen der ersten Corona-Effekte, also Ende Februar, auf einem sehr guten Weg. Auch die expo GasTrans war bereits deutlich über den Status einer Sonderausstellung hinausgewachsen und wird daher auch Bestandteil der Messe im Jahr 2022 sein.“

Markus Geisenberger betont, dass aus seiner Sicht Messen vor Ort einzigartig bleiben, weil sie persönliche Erlebnisse schaffen, die in der digitalen Welt nicht möglich sind. „Dennoch hat Corona die Arbeit an Alternativen beschleunigt. So werden digitale Formate als ‚Begleitung‘ von Präsenzmessen sowie die Kombination aus physischen und digitalen Inhalten an Bedeutung gewinnen. Entscheidend ist, dass digitale Elemente für Aussteller und Besucher einen Mehrwert bringen sowie dazu beitragen, international noch größere Zielgruppen zu erreichen und sich flexibel den aktuellen Entwicklungen anzupassen“, sagt er. Insofern habe die Ausnahmesituation der Pandemie einerseits einen Trend verstärkt aber auch gezeigt: Bewährtes wird auch im Messegeschehen bewährt bleiben.

Fazit:
2020 wurden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um die internationale Fachmesse für Energielogistik innovativ in die Zukunft zu führen. Ob es schon zwischen den Messen einen „Entscheidertreff Energielogistik“ geben wird, hängt noch von vielen bisher schwer einzuschätzenden Rahmenbedingungen ab. Klar ist: Viele in der Branche würden sich freuen, wieder einmal eine Gelegenheit zum persönlichen Austausch zu finden. Der aufgezwungene „Isolationismus“ nagt irgendwie schon an der Seele, wie so mancher urteilt.
Und eines steht schon heute fest: im Herbst 2022 treffen wir uns alle wieder zur expo PetroTrans und zur expo GasTrans in Kassel.

Grund genug für das Messeteam, mit Optimismus in die Zukunft zu blicken.

Für 2021 wünschen wir Ihnen weiterhin vor allem gut rollende Geschäfte und viel Gesundheit!

Wir freuen uns, Sie bald wieder als Leser unseres Newsletters begrüßen zu können. Die nächste Ausgabe ist für Februar 2021 geplant.

Bis dahin kommen Sie gut ins neue Jahr!

Ihre
Ingo Klöver, Geschäftsführer planetfair
Thomas Klocke, Geschäftsführer AVR Messe- und Veranstaltung
Markus Geisenberger, Geschäftsführer Leipziger Messe

Ingo Klöver
Geschäftsführer Planetfair

Thomas Klocke
Geschäftsführer
AVR Messe- und Veranstaltung

Markus Geisenberger
Geschäftsführer Leipziger Messe

Bildnachweise: © AVR-NL-2002-03-Klocke, AVR-NL-2002-03-Klöver; AVR-NL-2002-03-Geisenberger